Zwar keine Fälschung aber wesentliche Dabla-Veränderungen für NE 5532A
Max. Betriebsspannung
Philips 1994: +/-22 V
TI Dez. 2025: +/-18 V
EIn
Philips 1994: 4 nV / Wurzel Hz
TI Dez. 2025: 5 nV / Wurzel Hz
Slewrate
Philips 1994: 13 V/us
TI Dez. 2025: 5 V/us
Unity gain bandwidth
Philips 1994: 12 MHz
TI Dez. 2025: 13 MHz
Output drive capability:
Philips 1994: RL = 600Ω, 10V RMS bei VS=±18V
TI 2025: RL ≥ 600Ω, VO = ±10 V bei VS=±15V
Gehts noch? Auf zum nächsten Wertstoffhof und die alten NE 5532A mit nem Hochdruckreiniger von der Platine blasen.
Den Vergleich für NE 5534 mag ich gar nicht erst machen.
Ich mag nicht mehr.
NE5532 Fälschung
- ProgBernie
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Re: NE5532 Fälschung
Die Frage ist nicht, ob Exemplare von Philips und TI unterschiedliche Parameter haben, sondern ob NE5532A von TI aus den 80ern andere garantierte Parameter hatten. Und ja, das hatten sie. Das TI-Datenblatt von 1979 sagt z.B. auch +/-22V absolute maximum ratings sind. Recommended war seit eh und je +/-15V. Die slew rate hat sich in der Tat fast halbiert, von 9 auf 5, allerdings erst seit der letzten Revision von J auf K 2025.
Gruß Bernd
- Messtechniker
- Beiträge: 463
- Registriert: 03 Feb 2019, 20:45
Re: NE5532 Fälschung
In vielen Mischpulten der 80er und 90er wurden die NE 5532A mit +/-19 V betrieben.
Bei meinen damaligen Konstruktionen auch. Mit +- 19 V war man ja durchaus auf der
sicheren Seite. Die NE5532 / 4 waren der perfekte Preis/Leistungs-Kompromiss. Nu nicht mehr.
Nehme nun den LM 4564 wenn man mit +/-15 Volt auskommt. Is aber um den Faktor 7 teurer.
Also nix für den Masseneinsatz in Mischpulten. Also vielleicht zurück zu den 5-Transistor Opamps.
Das Überleg ich mir noch für zukünftige Projekte.
Bei meinen damaligen Konstruktionen auch. Mit +- 19 V war man ja durchaus auf der
sicheren Seite. Die NE5532 / 4 waren der perfekte Preis/Leistungs-Kompromiss. Nu nicht mehr.
Nehme nun den LM 4564 wenn man mit +/-15 Volt auskommt. Is aber um den Faktor 7 teurer.
Also nix für den Masseneinsatz in Mischpulten. Also vielleicht zurück zu den 5-Transistor Opamps.
Das Überleg ich mir noch für zukünftige Projekte.
Re: NE5532 Fälschung
Die angegebene Slewrate der aktuellen 5532 von TI passt nicht so richtig zu den restlichen Daten. Könnte vielleicht auch ein Fehler im Datenblatt sein, denn so etwas geht nicht, das wäre ja ein anderer Chip. Ich würde es gerne überprüfen, habe aber derzeit nur ein paar alte TI hier.
- Messtechniker
- Beiträge: 463
- Registriert: 03 Feb 2019, 20:45
Re: NE5532 Fälschung
Is wahrscheinlich auch ein anderer Chip.
Hier ein Ausschnitt vom aktuellen DaBla: Einfach eine einzige Katastrophe
Der Prozeß wurde geändert. Mehr Info hier auf der Seite weiter unten
https://www.eevblog.com/forum/projects/ ... tures/825/
Hier ein Ausschnitt vom aktuellen DaBla: Einfach eine einzige Katastrophe
Der Prozeß wurde geändert. Mehr Info hier auf der Seite weiter unten
https://www.eevblog.com/forum/projects/ ... tures/825/
Re: NE5532 Fälschung
Alternativ stellt onsemi den Typ noch her, dort wird die slewrate mit 9V/µs spezifiziert.
(Update 28.3)
NXP / Philips / Signetics war auch mit 9V/µS spezifiziert, zumindest in den Datenblättern, die ich auf die Schnelle gefunden habe.
Die 13V/µS beziehen sich auf den 5534, es gibt keinen 5532 mit dieser slewrate. Das ist auch nachvollziehbar, der 5534 hat keine interne Kompensation und ist deswegen schneller. Dafür ist er instabil bei kleinen Verstärkungen ohne externe Kompensation. (Das mussten schon manche auf die harte Tour lernen)
Ich vermute immer noch einen Tippfehler im TI Datenblatt bezüglich der niedrigen slewrate.
Nachtrag:
Das sieht immer mehr nach einem Fehler im Datenblatt von TI aus.
Am Anfang des Datenblatts werden 5V/µS angegeben, auf Seite 6, Abschnitt 6.3.3 dann plötzlich:
6.3.3 Slew Rate
The slew rate is the rate at which an operational amplifier can change output when there is a change on the
input. The NE5532, NE5532A, SA5532, and SA5532A devices have a 9V/ms slew rate.
Da steht wirklich ms, nicht µs!
Da stimmt einiges nicht im Datenblatt.
(Update 28.3)
NXP / Philips / Signetics war auch mit 9V/µS spezifiziert, zumindest in den Datenblättern, die ich auf die Schnelle gefunden habe.
Die 13V/µS beziehen sich auf den 5534, es gibt keinen 5532 mit dieser slewrate. Das ist auch nachvollziehbar, der 5534 hat keine interne Kompensation und ist deswegen schneller. Dafür ist er instabil bei kleinen Verstärkungen ohne externe Kompensation. (Das mussten schon manche auf die harte Tour lernen)
Ich vermute immer noch einen Tippfehler im TI Datenblatt bezüglich der niedrigen slewrate.
Nachtrag:
Das sieht immer mehr nach einem Fehler im Datenblatt von TI aus.
Am Anfang des Datenblatts werden 5V/µS angegeben, auf Seite 6, Abschnitt 6.3.3 dann plötzlich:
6.3.3 Slew Rate
The slew rate is the rate at which an operational amplifier can change output when there is a change on the
input. The NE5532, NE5532A, SA5532, and SA5532A devices have a 9V/ms slew rate.
Da steht wirklich ms, nicht µs!
Da stimmt einiges nicht im Datenblatt.
Re: NE5532 Fälschung
Ok, nochmal zu dem Thema, das ist doch problematischer als gedacht:
https://www.youtube.com/watch?v=22ZmmZ67SMY
Sieht so aus als wäre vor allem die Eingangsstufe von dem geänderten Prozess betroffen. Das ist tatsächlich problematisch, was TI da macht.
https://www.youtube.com/watch?v=22ZmmZ67SMY
Sieht so aus als wäre vor allem die Eingangsstufe von dem geänderten Prozess betroffen. Das ist tatsächlich problematisch, was TI da macht.